Reisetagebuch 2014

Am 29.03.2014 ist es wieder soweit: Wir machen uns auf den Weg nach Russland!

Nach unserem Flug nach Moskau fahren wir mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Jekaterinburg - was bereits auf dem asiatischen Kontinent liegt.

 

Der Sinn des Reisens besteht darin, die Vorstellung mit der Wirklichkeit abzugleichen - und anstatt zu denken, wie die Dinge sein könnten, sie so zu sehen wie sie sind!

 

(Samuel Johnson)

 

 

 

Wir sind gespannt, was wir alles erleben werden: Welche kleinen und großen Abenteuer es zu bewältigen gibt, welche Probleme wir lösen werden und wir freuen uns darauf, bekannte Gesichter wiederzusehen.

Folgt uns auf unserem Reisetagebuch.

Paka!


Zur Einstimmung: Im Glanz der Zaren

Zur Einstimmung auf unsere Russlandreise besuchen wir am Donnerstag, den 20.03.2014 die Zarenausstellung in Stuttgart.

Dort machen wir Bekanntschaft mit fünf Frauen, deren Ehen die außergewöhnliche Geschichte des Hauses Württemberg und der Dynastie der Romanows begründeten.

Maria Fjodorowna, die spätere Frau des von Zar Paul I.

Die Volksheldin Katharina Königin von Württemberg, die in Wilhelm I von Württemberg ihre große Liebe fand.

Charlotte Marie von Württemberg, die ihr Glück in St. Petersburg suchte und dort das russische Rote Kreuz gründete sowie Olga, die märchenhaft reiche Zarentochter und natürlich Wera Konstantinowna.


Tag 1: los geht's - nach und in Moskau

folgt in Kürze

 

Kurze Mitteilung: wir sind alle gut angekommen! Bei uns ist es jetzt Punkt Mitternacht, deshalb  gute Nacht!
Grüße von Frau BW und Frau Schiller 

Tag 2: Fremd und geheimnissvoll...

Um 9 Uhr gab es Frühstück im 2. Stock.(Das Essen war ganz in Ordnung). Nacg de Essen ging es mit dem Bus an den Roten Platz, dort hat uns unsere Reiseleiterin Elene etwas über den Kreml und die Basilikus Katedrale erzählt. Dann hatten wir Zeit uns alles anzuschauen und Fotos zu machen. Der Rote Platz ist mega groß und faszinierend und wir dachten, er sei mit roten Ziegelsteinen gepflastert, ist er aber nicht, "rot" bedeutet auf rusisch auch "schön". Anschließend ging es zum Tretjakov-Museum und wurden in die Geheimnisse der Ikonen eingeweiht. Das warteilweise interessant. Danach sind wir in das berühmte Gum, ein großes Kaufhaus am Roten Platz gegangen und haben dort gegessen. Das Kaufhausist ungefähr so groß wie drei Fußballfelder. Dann haben wir den Kreml besichtigt, das Zentrum der Macht. Abends haben wir noch unsern Proviant für die Transsibirische Eisenbahn eingekauft. Ein langer, aufschlussreicher und toller Tag ging zu Ende!

Lea und Paul

 


Tag 3: Moskau und Transib

Wie am Vortag abgesprochen, trafen wir uns um 8:30 Uhr zum Fruehstueck. Nach dem Essen gingen wir in unsere Zimmer, um uns zu richten und unsere Koffer zu packen. Schliesslich trafen wir uns um 10:00 Uhr in der Lobby, um auszuchecken. Nach dem auch dies erledigt war, verstauten wir unsere Koffer im Bus und sind anschliessend in die Bank zum Geldwechseln gegangen. Juhu der Rubel rollt. Als wir im Bus waren, ging unsere letzte Rundfahrt in Moskau los. Zuerst machten wir einen kleinen Stopp vor dem Jungfrauenkloster. Unsere naechste Station war der Promifriedhof, wo auch der ehemalige Praesident Jelzin begraben ist. Gleich im Anschluss sind wir zu einer AUssichtsplattform gefahren und uns dort ca. 15 Minuten aufgehalten um einen Eindruck der 13 mio Stadt zu erhalten. Danach hatten wir Zeit, Souveniers oder andere Dinge zu kaufen. Aber nun ging das Naechste Abenteuer unserer Reise los: Um kurz nach vier startet unsere Fahrt mit der Transibirischen Eisenbahn, seid gespannt was wir erleben 

Antonia und Simone

Tag 4: In der Transsibirischen Eisenbahn bis Jekaterinburg

Kopfbahnhof jetzt auch in Russland?

-Sonne, Schnee und viele mehr-

Nache einem ereignisvollen Tag, voller Spaß, Action un Erfahrungen, begrüßte uns die Transib mit einem Schneegestöber am Moskauer Hauptbahnhof. Nachdem unsere Powerfrauen alles mit der Reise abgeklärt hatten, sputeten wir uns in die zugeteilten Zimmer. "Da hat man doch gar keinen Platz!", Nach kurzer Absprache fühlten wir uns schon wie zu Hause. Für das Abendessen, das Frühstück oder das Mittagessen hatte man sich am Vortag einiges eingekauft. Ein paar Schüler sind auch in das Bordrestaurant gegangen. Bei kurzen Stops der Fahrstrecke konnte man sich die Füße vertreten, frische Luft schnuppern und bei einer Schneeballschlacht Spaß haben, da es auf den Zimmern recht warm gewesen war.(26°C). Zum Glück konnten wir uns auf der gesamten Fahrt mit unseren Medien und Spielen auf Trab halten, denn dann blieb uns nur das tundrische zu genießen.Kleine Holzhütten schmückten das Land. Massenweise Birken und verschiedene Nadelbäume zierten sich links und rechts de Zuges. Ganz plötzlichm wurde es dann ernst: Hektisch wurde alles eingepackt - wie schnell doch 25 Stunden vergehen der Puls ging schneller, denn der Bahnhof von Jekaterinburg kam in Sicht. Unsere Gastfamilien erwarteten uns bereits - jetzt ist jeder erstmal auf sichallein gestellt.

Philipp und Pascal

Tag 5: Unser erster Tag im Lyceum

Ich wachte nach einer angenehmen Nacht um 9:30 auf und setzte mich an den Kuechentisch in der schoenen und grossen Wohnung meiner Gastfamilie. Es gab leckeren Toast mit Honig und Spiegelei, ausserdem guten Russischen Tee. Um 20 vor 11 wurden wir (gutgelaunt) von Anastasias Vater gefahren. In der Schule trafen wir und wieder mit den Anderen Deutschen, das war sehr erleichternt, denn nun konnten wir/ich wieder deutsch sprechen. Nun gab es eine Schulfuehrung (PC-Raum, Kafeteria, Raum mit gestein,Sporthalle, Englischraum) bei der wir extrem viele Treppen laufen mussten (Aechtz). In der Aula gab es dann einen ueberwaeltigen Empfang, Anfangs gab es Brot mit Salz, eine tolle Auffuehrung, schoenes Balett, ein ueberagendes kleines Maedchen das toll singen und Klavier spielen konnte. Im Anschluss mussten wir vorkommen und den Anderen etwas ueber unsere/-n Austauschpartner/-in erzaehlen (Ich hatte ganz schoen Bammel, da ich das erst 2 min vorher erfuhr). Nun gab es etwas leckeres in der Kafeteria (Fleisch mit Kartoffeln und kaeseueberbackene Tomaten, Obstsalat und Apfelsaft). Nach dem Mittagessen in der Schulcafeteria begann unsere Stadtbesichtigung von Jekaterinburg. Die Stadtfuehrerin erzaehlte uns etwas ueber die Geschichte von Jekaterinburg z.B dass die Zahrenfamilie ier ermordet wurde oder ueber das tolle Rathaus das von Deutschen gefangenen (gbaut wurde) verziert wurde die in einem Gefaengnis das heute ein Observatorium ist gefangen gehalten wurden. Wir haben ausserdem waehrend der gesamten Fuehrung mehr oder weniger eine Scneeballschlacht gemacht und eine Kirche besucht (jetzt habe ich echt genug von kirchen, obwohl sie sehr huebsch ist). Nachdem wir wiederin der Schule waren, wurden Anastasia und ich von ihrem Vater abgeholt. Bei ihr zuhause gab es dann Tortelinis, allerdings fande ich die nicht so gut. Mit ihrer Mutter haben wir dann noch das hoechste Gebaeude besucht, man hatte dort eine tolle Aussicht.

von Christopher

 

Tag 6: Unterwegs als Architekt und Filmemacher

Heute hat der zweite Schultag mit einer Stunde Chemie-Unterricht begonnen. In der Stunde lernten die Schüler der 2. Klasse etwas über chemische Reaktionen. Leider verstanden wir nichts, nur das der Unterricht ziemlich anders als in Deutschland abläuft. Nach dieser Stunde fertigten wir gemeinsam Vogelhäuser aus Holz an. Das Ganze gestaltete sich abenteuerlich, da die Handhabung der Werkzeuge hier eher locker gesehen wird. Unsere Technicklehrer hätten einen Nervenzusammenbruch erlitten. Nun hatten wir zwei Stunden Russisch, eine Stunde bei Tatjana, dort spielten wir russische Lernspiele und eine Stunde bei einer russisch Lehrerin, wo wir Wörter und Aussprache lernten. Immerhin können wir jetzt unseren Namen auf Kyrillisch schreiben. Dann ging es in die, in Russland bekannten Filmstudios von Jekaterinburg, wo wir verschiedene Perücken aufsetzn duften. Hier lassen wir die Bilder sprechen! Einige bewältigten sogar die Aufgabe einen Spielfilmausschnitt zu vertonen: Sämtliche Umgebungsgeräusche und Dialoge.

Tag 7: Frühling für den Ural

Alle Vögel fliegen hoch und Unisport

Heute durften wir etwas später aufstehen, dass war sehr angenehm, denn am Donnerstag mussten wir schon um 6 Uhr aufstehen (2 Uhr deutsche Zeit). Wir trafen uns in der Schule und gingen zusammen zum Kindergarten, der nicht weit entfernt war. Trotzdem war der Weg sehr mühsam, weil es sehr viel Eis auf den Gehwegen gab. Als wir dort ankamem, haben die Kinder uns einen Vogeltanz präsentiert. Das sah sehr lustig und süß aus. Nach dem uns alles erklärt und und gezeigt wurde , durften wir mit den Kindern ein paar "Vogelspiele" spielen und Vögel basteln, denn alles stand untr dem Motto "Vogel". Denn am 1. April wird in Russland der Vogeltag gefeiert. Am Abschluss banden wir die Vögel Luftballons und wir ließen sie in die Luft fliegen, leider verfingen sie sich gleih in einem Baum! Danach aßen wir in der Schulkantine. Nach dem Essen wurden wir dann zum Sprachuntericht gebracht. Dort redeten wir über Märchen und sangen das Lied vom Vortag noch einmal. Am Ende des Tages liefen wir noch eine Weile zu einer Sporthalle, dort durften wir zwischen Tennis , Handball, Gymnastik und Volleyball entscheiden. Wir gingen zu der Handballgruppe. Unsere Gruppe dachte erst, dass wir alleine ein bisschen Handball spielen, aber eine ganze Mannschaft trainierte mit uns. Erst wärmten wir uns auf und danach spielten wir ein 20 minütiges Spiel mit zwei Teams, Team rot und Team blau. Rot gewann das Spiel mit 12:8. Am Schluss bekamen alle Deutschen noch ein kleines Andenken: eine Tasse und einen Wimpel. Das war sehr lustig, denn wir waren so ein bisschen wie eine Attraktion. Jeder wollte Fotos von uns und uns die Hand geben. Danach waren ziemlich fertig.

Tag 7 & 8: Wochenende!

Der gefrorene Fluss "Iset" in Jekaterinburg
Der gefrorene Fluss "Iset" in Jekaterinburg
Das Wochenende verlief für unsere Schüler sehr abwechslungsreich. Die Gastgeberfamilien legten sich sehr ins Zeug, um den deutschen Gästen Jekaterinburg und Umgebung schmackhaft zu machen.
Hier ein kleiner Einblick in die Highlights ....
Der russische Zirkus begeisterte viele, fast die ganze Gruppe traf sich zum "Strikeballspielen" und erzählten noch lange davon.
Einige gingen auch ins wunderschöne Ballett und sahen dort das Stück "Liebe und Tod" - was mehr als beeindruckend war.
Natürlich kamen die Schüler auch in den Genuss von echt russischem Familienleben: ob bei der Verwandtschaft auf dem Land, in der Datscha oder sogar in der Banja.
Ansonsten war von Riesenrad, Zoo und Konzertbesuchen, Modeschauen, Fußball und Shopping in einem der zahlreichen riesigen Einkaufszentren alles dabei.

Tag 10: Reise ins Erholungsheim

Nach einem erholsamen Wochenende mit viel Spaß und Freude ging es am Montagmorgen bereits um 8 Uhr weiter. Wir fuhren mit dem Bus 1,5 Std.  bis nach Newiansk, um den schiefen Turm zu besichtigen. Außerdem machten wir so richtig Bekanntschaft mit dem russischen Winter ❄️⛄️!
Danach ging es in die Töpferei, wo uns Sergej die Herstellung einer Tonvase in wenigen Sekunden demonstrierte.
Einige von uns saßen danach selbst an der Töpferscheibe und mussten feststellen, dass das was einfach aussieht ganz schön schwierig ist.
Mehr als schiefe Gefäße in Aschenbecherform waren nicht drin!
Erfolgreicher waren wir danach, als jeder zum Andenken eine kleine Tonkatze tonte.
Nonstop ging es nun direkt ins Erholungsheim zum Mittagessen und von dort ins Schwimmbad (an Programmpunkten mangelte es definitiv nicht).
Im Schwimmbad dann der Schock: schwimmen nur mit Badekappe - schick gekleidet ging's nun endlich ins Wasser.
Viel Zeit zum Baden war leider nicht vorgesehen, denn wir mussten wieder pünktlich zum Nachmittagssnack im Erholungsheim sein.
Wer glaubt hier endet das Programm, der irrt: In winterlichen Spielen traten zwei Teams gegeneinander an. Hier entdeckten die "nicht-Skifahrer" ihre Liebe zum Skifahren und Fußball spielt sich auch im Schnee ganz gut.
Nach dem Abendessen tauschten wir uns in der deutschen Runde über unsere bisherigen Erlebnisse und Eindrücke aus.
Zum Abschluss gab es noch eine (russische) Disco. Das Lied "Atemlos" ist leider in Rissland unbekannt, was ein bisschen für Frust sorgte.
Um 23.00 war es Zeit auf die Zimmer zu gehen, um diesem langen Tag ein Ende zu geben.
Von Connie und Jasmin

Tag 1: Zarengrab und Grenze

Morgens um 8 Uhr sind die meisten von uns aufgestanden und haben sich für das Frühstück fertig gemacht. Das Frühstück gab es um 9 Uhr. Es gab: Rührei das so außsah wie Käsekuchen, Milchreis, Bisquitrollen, Schwartztee und Kiwis. Die meißten waren ziemlich schnell fertig mit dem Frühstücknlund haben sich dann für die Abfahrt fertig gemacht. Im Bus haben die meißten Musik gehört und ein paar Leute haben ein Spiel gespielt bei dem man irgendwelche anderen im Bus küsen musste (auf die Wange versteht sich). Um 11:30 Uhr sind wir bei der Ganingrube angekommen, dass war ein Gebiet von sieben kleinen Kirchen. Die Mädchen musten dort alle einen roten Rock und eine Kopfbedeckung tragen. In dem Gebiet stehen drei Denkmäler unter denen die Gebeine der letzten ermordeten Zarenfamilien lagen. Um 12 Uhr sind wir dann weiter zur europäisch-asiatischen Grenze gefahren. Danach fuhren wir alle nach Hause. Um ca.15 Uhr gingen Anja und ich zu Natascha und Connie und trafen dort Raphael und Nikita, wir spielten Twister und ich spielte etwas auf der Gitarre. Danach hörten wir noch Natascha zu, wie sie Klavier spielte. Zu Abend aßen wir auch bei Natascha und Connie. Nach dem Essen begleiteten uns alle zur Bushaltestelle und wir fuhren nach Hause. 

Benni und Selina

Tag 12: Vorbereitung für das Abschlussfest und Schlossbesichtigung

Tag 13: Time to say "pakka"

Der Countdown beginnt: Heute haben wir uns in einigen Proben fit für die morgige Abschlussfeier gemacht und weder von nicht gestimmten Klavieren, fehlendem Strom und Instrumenten aus der Ruhe bringen lassen.
Danach sind wir mit dem Bus über eine Stunde im alltäglichen Stau ("Propka") zu einem Schloss gefahren, das heute als Jugendzentrum benutzt wird.
Dort gab es für uns eine "Meisterklasse" (= Workshop) im Fotografieren und eine Besichtigungstour.
Am Nachmittag stand der Abschlusstest in Russisch auf dem Programm.
Anschließend ging es ab nach Hause, wo es zu Abend ein traditionelles russisches Essen namens "Bortsch" gab. 
Es war ein anstrengender Tag.
(Julian und Florian)

Abschlussfest

Tag 14: ein guter Schluss ziert alles ...

Mit gepackten Koffern vor uns, auf dem Boden sitzend, blicken wir auf zwei ereignisreicheund anstrengende Wochen in Russland zurück.
Ihr (das geht an unsere Schüler) habt diese Zeit bravourös gemeistert: Nichts hat euch erschüttert, alle Herausforderungen habt ihr gemeistert, ihr habt euch wunderbar präsentiert und ward mit eurem Engagement eine echte Unterstützung für uns.
Wir sind der Meinung, dass ihr alle das Zeug dazu habt in dieser großen weiten Welt zu bestehen und diese mit ihren Unterschiedlichkeiten und Schönheiten wertschätzen könnt. 
Wir hoffen, dass ihr die zurückliegenden Tage in Erinnerung behaltet.

spasiba bolschoi: Es hat uns großen Spaß gemacht mit euch zwei Wochen durch Russland zu reisen.

Frau BW und Frau Schiller
- das Team "Schillacher"