Hinter den Kulissen - Jekaterinburg 2016

Tag 1: Moskau wir kommen


Um 9.45 startete unsere Reise ins Unbekannte am Stuttgarter Flughafen. Nachdem wir alle unsere Koffer erfolgreich ohne Übergepäck aufgeben konnten, war es Zeit für 14 Tage erstmal Abschied zu nehmen! "Paka", für uns geht's jetzt los nach Russland!

Die Sicherheitskontrolle war sehr spannend, da einige von uns tatsächlich auf Sprengstoff geprüft wurden! Damit hätte keiner gerechnet.
Aeroflot machte dem Namen alle Ehre und flog uns flott nach Moskau, wo wir um halb fünf russischer Zeit schon landeten.
Durch die Visakontolle musste jeder alleine, was beim einen oder anderen das Herz höher schlagen ließ, da wir weder was verstanden noch lesen konnten, aber auch das meisterten wir.
Direkt danach wurden wir auch schon von Alla und Tatjana empfangen.
Mit einem süßen Minibus gings Richung Hotel. Auf dem Weg dorthin bekamen wir einen ersten Eindruck von den Dimensionen der 13 Millionen Stadt Moskau!
Ein Highlight durften wir sogar schon bewundern: Die Basilius Katedrale auf dem Roten Platz bei Nacht! Spektakulär!
Hier ist es übrigens gefühlt viel kälter als das Thermometer anzeigt.
Im Hotel eingecheckt ging es noch zum gemeinsamen Abendessen und dann war der Tag auch schon zu Ende.
Viele Grüße nach Weinstadt.
Bericht geschrieben von Johanna 

Tag 2: Kreuz und quer in Moskau

Heute am 08.03.16 ist ein ganz besonderer Tag in Russland: Es ist Weltfrauentag! In Russland wird dieser Tag gross gefeiert, wie uns unsere Stadtfuehrerin Elena schon im Bus erklaert, es ist ein richtiger Feiertag. Jedes Maedchen und jede Frau bekommt Blumen und Geschenke. 

Wir starteten unsere Tour durch Moskau. Schon aus den Busfenstern heraus gab es staendig was zu sehen. Wir besichtigten mehrere Sehenswuerdigkeiten. Unser erster Halt war die  Christerloeserkathedrale, eine der groessten Kirchen Russlands. Von dort aus ging es weiter zum Promifriedhof, wo bekannte russische Persoenlichkeiten, wie Praesidenten, Balletttaenzerinnen und Opernsaengerinnen begraben sind. Auf jedem Grab sieht man eine Statue, die das Leben des Promis wiederspiegelt. 

Weiter ging es zu einer bekannten Aussichtsplattform in der Naehe der Universitaet. 

Zurueck in der Innenstadt hatten wir Mittagspause. Besonders mutig waren wir nicht um ehrlich zu sein gingen die meisten von uns zu MC Donalds.

Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Kremel. Elena lieferte uns alle wichtigen Informationen zu diesem einmaligen Ort. Aucht dort gibt es Kathedralen, da der Kremel urspruenglich mal eine Stadt war. 

Uns allen taten zwar schon etwas die Fuesse weh, dennoch machten wir uns auf den Weg zum Roten Platz. Im Einkaufszentrum Gum hatten wir zwei Stunden Freizeit. Die meisten Laeden dort sind Designermarken, weswegen keine in Shoppingwahn verfiel. 

Nach einem gemeinsamen Abendessen tauchten wir ab in den Moskauer Untergrund. Jede Metrostation ist unterschiedlich, aber alle sind sehr prachtvoll. Was etwas ungewohnt ist, ist die Geschwindigkeit: Die Rolltreppen rasen hinauf und hinuter und die Bahnen fahren mehr als zuegig ab. 

Unser Tag endete mit einem Einkauf im Supermarkt. Alle deckten sich fuer die Fahrt mit der Transib ein. 

 

Von Sanja 

 

Tag 3 und 4: Die Reise geht weiter

Am Mittwoch startete unser Tag wieder mit einem ausgiebigen Fruehstueck am Buffet.

Nachdem wir alles gepackt und aus dem Hotel ausgecheckt hatten, ging es auf die Arbat Strasse. Auf dieser Strasse reiht sich ein Souveniershop an den anderen, von daher war klar, was man kaufen konnte. 

Unsere naechste Station fuehrte uns zum einstmals hoechsten Fernsehturm der Welt. Inzwischen ist er das wohl nicht mehr. 

Nun ging es ins Kosmonautik Museum. Hier stand alles im Zeichen des Weltalls. Wir waren schon ziemlich schockiert, als wir vor den beiden ausgestopften Huendinnen standen, die als erstes ins All geschickt wurden und gluecklicherweise auch wieder heil auf die Erde kamen. 

Im Museum gab es von unserer Fuehrerin viele Infos ueber die Entwicklung der Raumfahrt von den Anfaengen bis heute. Wir konnten sogar durch eine Nachbildung der Raumstation Mir laufen. und aktuelle Bilder in Form eines Filmes von der ISS sehen.

 

Nach dem Mittagessen begann der aufregende Teil der Reise: Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. Ein endlos langer Zug, der gemaechlich durch die russischen Birkenwaelder rattert. Nachdem wir uns haeuslich eingerichtet hatten, waren die Kabinen fast schon gemuetlich.

Nachts war es fuer manche von uns schon etwas gruselig, da die Tueren einfach aufgingen und es ueberall klapperte (koennte sich der ein oder andere aber auch nur eingebildet haben).Das Einschlafen war auch eine Herausforderung, da es in den kleinen Kabinen sehr schnell sehr heiss wurde. Denkt man gar nicht bei dem dauernden Blick in den Schnee vor dem Fenster. Am naechsten morgen haben wir alle zusammen in den Kabinen gefruehstueckt. 

Man glaubt es kaum wie schnell die Zeit dann noch rum ging, denn bald war es nicht mehr lange bis Jekaterinburg, wir kamen dem Ziel immer naeher und unsere Aufregung wurde immmer staerker. 

Dann war es soweit, wir stiegen aus dem Zug, wo wir auch schon von unseren Gastfamilien erwartet wurden. Als jeder seine Familie gefunden hatte, fuhren wir mit ihnen nach Hause. Dort hoben wir zusammen gegessen und jede Menge geredet und erzaehlt.

 

Von Julia

Tag 5: In der Gastfamilie

Am Freitag sind wir alle in unseren Gastfamilien aufgewacht und haben uns für die Schule fertig gemacht. Wir frühstückten in unseren Familien: Zum Beispiel Toast, Käse, Müsli mit Tee oder Caffee. 

Mache wurden dann in die Schule gefahren oder gingen zu Fuß. Im Klassenzimmer erzählten wir uns gegenseitig wie es bei den Austauschschülerinnen war. Wir sind alle ganz zufrieden, wo wir leben dürfen. 

Im Lyceum angekommen wurde uns die Schule genauer gezeigt. Es gibt schon einige Unterschiede, nicht nur was das Gebäude betrifft, sondern auch wie hier Unterricht organisiert ist und wie unterrichtet wird. Zum Beispiel findet der Unterricht hier in zwei Schichten statt, da nicht alle Schüler am Vormittag unterrichet werden können, denn es wären einfach zuviele. Die zweite Schicht hat also immer von ca. 14.00 Uhr bis 19.30 Uhr unterricht. 

Auch schwer vorzustellen ist es, dass hier auch samstags Schule ist. 

 

Wir wurden sehr herzlich und festlich in der Aula des Lyceums mit Brot und Salz begrüßt. Außerdem sangen die russischen Schüler, es gab einen Chor und Tänze. 

Nun starteten wir mit der gemeinsamen Arbeit. Zunächst stellten wir unseren Austauschpartner jeweils den anderen gegenseitig vor, was sehr interessant war. Tatjana gab uns einen Überblick über die einzelnen Bestandteile des Projekts. Wir haben wohl viel vor: Eine Zeitung schreiben und drucken, einen Film drehen, eine Pressekonferenz vorspielen und viele Exkursionen. Es wird rundherum spannend. 

In der Schulmensa gab es erstmal Mittagessen, bevor wir zur Stadtführung in Jekaterinburg aufbrachen. Wir sahen viele Sehenswürdigkeiten unter anderem die bekannte Blutskathedrale, wo die letzte Zarenfamilie, die Romanovs, ermordet wurden. 

 

Nach dem offiziellen Teil unternahmen einige von uns noch in kleineren Gruppen zusammen etwas. Ich bin mit meiner Austauschpartnerin am Abend noch auf einen Wolkenkratzer gegangen. Das war wunderschön, denn es war alles dunkel und die Lichter der Stadt funkelten wunderschön. Leider war es ziemlich kalt und winding, aber das hat in diesem Moment gar nichts ausgemacht. Dannach gingen wir noch zu MCDonalds essen. Eigentlich waren wir alle sehr müde, aber das hat sich beim Essen gelegt, denn wir hatten viel Spaß mit den Russen und mit unseren deutschen Freundinnen. 

Leider war dann auch schon der Tag vorbei und ich habe gehofft, dass ich schnell einschlafen kann, weil uns die Zeitumstellung noch zu schaffen macht. 

 

Von Clara 

 


Tag 6 und 7: Das Pfannkuchenfest und Baba Jaga

Es ist Wochenende und wir fahren, wie passend dazu, ins Erholungsheim. Auf dem Weg dorthin hielten wir traditionell beim Schiefen Turm von Newjansk und besichtigten diesen. Im Anschluss daran ging es zur Töpferei, wo wir den Besitzer Sergej bewunderten, der in windeseile die tollsten Vasen und Blumentöpfe herstellen konnte. Unsere Versuche haben nicht sehr gut funktioniert. 

Unsere Fahrt führte uns an endlosen Birkenwäldern entlang ins Erholungsheim. Auf dem Weg dorthin sah man auf den gefrorenen Seen immer wieder Männer beim Eisangeln, das hier sehr beliebt zu sein scheint. 

Im Erholungsheim wurden wir nett begrüßt, bezogen unsere Zimmer und machten uns auf den Weg ins Hallenbad. Ungefähr eine Stunde konnten wir den Badespaß genießen. 

Wieder im Erholungsheim angekommen, das inmitten der weißen Winterlandschaft liegt, wurde uns erklärt, dass man heute traditionell das Ende des Winters mit einem Pfannkuchenfest und der Verbrennung der Hexe Baba Jaga feiert. 

Ein Pfannkuchenfest ist natürlich ganz nach unserem Geschmack, deshalb ließen wir es uns nicht nehmen und nahmen zusammen mit den anderen Gästen des Erholungsheims an verschiedenen Teamspielen und Tänzen teil. Am Ende gab es dann tatsächlich Pfannkuchen in Hülle und Fülle! Nun ging es zum Feuer für Baba Yaga, ein aufgetürmter Holzhaufen mit der Hexe wurde verbrannt und damit der Winter verbannt! 

Das Abendprogramm war vielseitig. Manche gingen nach dem Abendessen in die Disco und tanzten, andere trafen sich in ihren Zimmern. Hundemüde fielen wir an diesem Tag ins Bett. 

 

von Anika 

Die Rückfahrt: Ein kurzer Besuch in Europa

Nach unserem Frühstück im Erholungsheim machten wir uns auf den Rückweg nach Jekaterinburg. Ein Zwischenstopp führte uns zum Grab der Zarenfamilie. In einer Art Kloster sind hier die Knochen begraben. Die Frauen mussten traditionell ihr Haar bedecken und eine Art Schürze tragen. Alle Gebäude waren wunderschön und prachtvoll. 

Nun konnten wir tatsächlich noch kurz in Europa vorbeischauen. An der Eurasischen Grenze steht man mit einem Bein in Europa und dem anderen in Asien. Eine seltsame Vorstellung. Wir nutzten den Halt dort für ein ausführliches Footoshooting. 

Wieder in Jekaterinburg angekommen ging es zurück in die Gastfamilie.  Ich hatte in meiner Gastfamilie ca. 2 Stunden Freizeit, nachdem es auch hier Pfannkuchen zum essen gab. Ich ging dann mit ihnen auf eine hohe Aussichtsplattform um die Stadt von oben zu sehen. Kurz darauf sind mein Austauschpartner und ich in den Park Haritonou gegangen, wo wir uns mit den anderen deutsch-russischen Austauschschülern getroffen haben. 

 

von Anika


Tag 8: An der Universität

Um 7.40 Uhr startete unser Tag in der Schule. Als erstes hatten wir eine Russischstunde bei Ludmilla, die uns half Wörter aus dem Alltag zu übersetzen. 

Im Anschluss daran wurde uns die russische Kultur etwas näher gebracht. In einer sogenannten Meisterklasse lernten wir einen Volkstanz und sangen dazu. Nun ging die Arbeit am Projekt wieder los. Die Aufgabe heute war es einen Kurzfilm zu drehen. Ein Student der Medienwissenschaft erklärte uns das Vorgehen. Wir überlegten uns in der Gruppe ein Thema und schrieben ein Drehbuch. 

Grundsätzlich hatten wir heute "keine Zeit", deshalb ging es direkt nach dem Essen auch los zur Technischen Universität der Stadt Jekaterinburg. Dort angkommen bekamen wir alle erstmal grüne Kittel und Handschuhe verpasst. 

Zunächst besuchten wir die Abteilung Metallurgie - also Metallwissenschaft. Es war sehr interessant dem Mitarbeiter zuzusehen, wie er eine Gussform aus Kohlenstoff und anderen Stoffen herstellte. Nun waren wir an der Reihe alles nachzumachen. Wir teilten uns in vier Gruppen auf und stellten unsere eigenen Guss"eisen"figuren aus Aluminium her. Das war wirklich eine ganz neue Erfahrung. Jeder durfte sein Werk mit nach Hause nehmen, auch wenn der Meister nicht so ganz mit allen zufrieden war. 

In der nächsten Abteilung sollten wir herausfinden wie man Stahl noch härter machen kann. Es gab mehrere Methoden das glühende Eisenstück zu behandeln. Zum Beispiel das glühende Stück an der Luft abkühlen zu lassen, in Wasser zu kühlen und im flüssigen Stickstoff. 

Kurz bevor wir die Abteilung verließen füllte der Wisschaftler nochmal flüssigen Stickstoff mit -196 Grad in einen Behählter und steckte seine Hand hinein und zog sie schnell wieder heraus. Frau Schiller war ganz erstaunt und freute sich sehr darüber. Natürlich ließen machen von uns das nicht nehmen und probierten es selber aus.

Wir besichtigten auch noch die Chemieabteilung - ein weiteres Highlight für Frau Schiller. Wir führten einige außergewöhnliche Experimente durch wie z.B. Feuerwerke und weitere spektakuläre Reaktionen. Besonders war Annas Gesichtsausdruck als der Wissenschaftler mit dem Messer in der Hand ein Experiment durchführte, dass aussah als hätte sie eine Schnittwunde.

 

Heute war wirklich ein ganz spezieller und aufregender langer Tag.

 

Matija 


Tag 9: Im Rathaus 

Dieser Tag begann wie am Montag mit einer Russischstunde für die deutschen Schüler. Die Stunde war für uns sehr hilfreich. Yura und Luicia haben uns bei der Verständigung geholfen. Als die Stunde vorbei war, durften wir uns aussuchen in welche Schulstunde wir reinschauen möchten. Es standen Geografie, Technik und eine Deutschstunde in der Grundschule zur Auswahl. 

Viele entschieden sich für die Deutschstunde. Die Kinder aus der 3. Klasse haben sich sehr gefreut uns zu sehen. Sie stellten viele Fragen und waren unglaublich neugierig. Das Thema der Stunde war der Frühling. Wir waren alle erstaunt, wie schnell und gut die Kinder lernen. Am Schluss haben die Schüler noch Frühlingsgeschenke für uns gebastelt. Auf Herzen schrieben sie ihre guten Wünsche für uns. 

Im Anschluss daran ging die Arbeit am Projekt weiter. Ein Stundent der Universtität machte mit uns eine Meisterklasse "Fotografie". Ziel war es, die Fotos durch verschiedene Perspektiven und Fokussierungen interessanter zu gestalten. Er hat uns dazu Tipps gegeben, die viele von uns noch nicht wussten. 

Danach sind wir mit der Straßenbahn alle zusammen ins Zentrum der Stadt gefahren. Heute gab es einen besonderen Programmpunkt: Zum ersten Mal wurde die Austauschgruppe ins Rathaus eingeladen und dort von Herrn Tuschin, dem Beauftragten für internationalen Beziehungen, einer Dame, die Leiterin des Schulamtes ist und der neuen Schulleiterin, empfangen. Zusätzlich gab es dort ein gemeinsames Mittagessen für uns alle. Herr Tuschin erzählte uns viel über Jekaterinburg. Der Besuch war eine Ehre, da nicht viele ins Rathaus dürfen. 

Dann trennten sich unsere Wege und wir hatten Zeit zur freien Verfügung. Die Zeit in einer Millionenstadt zu verbringen fällt natürlich nicht schwer, da es so viel zu sehen und zu machen gibt. Einige von uns gingen in eines der vielen Einkaufszentren, andere nutzten die Zeit um den Kurzfilm fertig zu drehen. 

Schon wieder ist ein Tag vorbei, die Zeit verfliegt wie im Flug. 

 

Es berichtete Anna 

 


Tag 10: Hinter den Kulissen von Kanal 41

Um 6.22 Uhr musste ich aufstehen um rechtzeitig zum Unterricht zu kommen. Man hat sich an die Zeit gewoehnt, aber es ist schon ein komisches Gefuehl zu wissen, dass es in Deutschland erst 2.22 Uhr ist. 

Unser Tag in der Schule startete wieder mit Russischunterricht. In der zweiten Stunde haben wir Deutsche etwas ueber unsere Erlebnisse und Erfahrungen gesprochen. Ich glaube dieses Gespraech hat allen was gebracht. 

Spaeter hatten wir wieder eine Meisterklasse in Volkskunst. Mit allen die am Austausch teilnehmen haben wir eine "Kuwadka" gemacht. Die Kuwadka ist eine Schutzpuppe aus dem alten Russland. Sie wird komplett ohne Hilfsmittel wie Nadel und Schere hergestellt. Der Koerper hat die Form eines Kreuzes und sie hat kein Gesicht, damit keinen boesen Geister in diese Puppe fahren koennen. Die Kuwadkas sind alle wirklich schoen geworden und sehen mit ihren unterschiedlichen Frisuren ziemlich individuell aus. Vielleicht wird die ein oder andere verschenkt.

Im Anschluss daran hatten wir die einmalige Gelegenheit hinter die Kulissen des Fernsehstudios des Kanals 41 zu blicken. Dieser Kanal ist der Lokalsender von Jekaterinburg, vergleichbar mit dem SWR. Dort angekommen bekamen wir eine Fuehrung, uns wurden die Ablaeufe erklaert und wir sahen natuerlich allerlei Kamaras, Mischpulte etc.

Ausserdem trafen wir eine bekannte TV Moderatorin, uns war ihr Gesicht zwar nicht bekannt, aber die russischen Schueler sehen sie durchaus jeden Tag im TV.

Natuerlich liessen wir es uns nicht nehmen und knipsten ausgiebig Bilder im Nachrichtenstudio.

Danach war Freizeit angesagt. Die meisten haben sich gemeinsam getroffen. Andere waren noch im Zentrum und haben noch Sachen gekauft. Alle hatten einen guten Nachmittag.

 

Von Silja  

 


Tag 11: Pressekonferenz

Heute haben wir viel unternommen. In der ersten Schulstunde Russisch haben wir wieder neue Wörter dazugelernt, Zungenbrecher geübt und zum Schluss ein Gedicht auf Deutsch gelesen. In der zweiten Stunde besuchten wir den Russischunterricht einer fünften Klasse. Unterricht läuft hier teilweise schon sehr anders ab, als wir es aus Deutschland gewohnt sind. Beispielsweise rechnen die Schüler im Matheunterricht der neunten Klasse alles im Kopf! Sie benutzen keinen Taschenrechner, nicht mal wenn sie die 4. Wurzel ziehen müssen. Da schlägt das Mathelehrerherz höher. 

Nun zurück zum Programm: Wir machten uns alle zusammen auf den Weg zur Uralen Föderalen Universität. Heute stand "Pressekonferenz" auf dem Programm. Leider fehlen uns noch Informationen und vielleicht auch etwas die Vorstellungskraft, um zu diesem Zeitpunkt schon zu verstehen, was uns dort erwarten würde. 

Irgendwann im Laufe der Woche waren bereits die Rollen verteilt worden: Luiza und ich (Gaetano) waren die Moderatoren. Matija und Sascha sogenannte "Speaker". Wir staunten extrem, als wir den Raum der Pressenkonferenz zu Gesicht bekamen. Alles war hochprofessionell hergerichtet. Es gab ein richtiges Pult mit Mikrofonen, Tische wie auf einer Pressekonferenz, eine Werbewand hinter den Akteuren etc. und auf Bildschirmen im Hintergrund sah man sogar Fotos von  unserer Gruppe. 

So langsam verstanden wir auch die Aufgabe. Matija und Sascha beantworteten Fragen zum Austausch stellvertretend für die russische und deutsche Seite. Die übrigen der Gruppe schlüpften in die Rolle von Journalisten. Sie stellten die Fragen wie es sich auf einer Pressekonferenz gehörte, indem sie aufstanden, ihren Namen nannten, die Organisation und natürlich die Frage formulierten. Anwesend war auch der Herr vom Kanal 41, der im Anschluss die beste Reporterfrage kürte und Preise verlieh. 

Wir haben alle durch diese Konferenz viel gelernt, da alles so realistisch auf uns wirkte. Außerdem war es interessant zu hören, wie ein russischer Schüler und eine deutsche Schülerin die gleiche Frage beantworteten. Es wurde dadurch klar, dass wir "verschieden, aber ähnlich" sind - das war auch das Motto der Pressekonferenz.

Zusammen gab es dann Mittagessen in der Mensakantine. Wir sorgten für einige Verwirrung, da keiner von uns das Anstehsystem durchschaute. 

Das Programm war noch nicht zu Ende. Wir gingen nämlich noch in eine Druckerei. Die Druckerei erlaubte uns auch einen Blick hinter die Kulissen. Ziemlich erstaunt waren wir, als wir überall das Wort "Heidelberg" lasen. Wie sich herausstellte, stammen alle Maschinen aus Deutschland. 

Interessant war auch was die Druckerei so druckt. Hier werden nämlich sämtliche Etiketten von Flaschen gedruckt, unter anderem das österreichische "Gösser"bier. Die Druckerei wird auch unsere Projektzeitung drucken. 

Im Stadtzentrum wurden wir dann in die Freizeit entlassen. Wir sind in einer Gruppe zu Sascha gefahren und haben dort gemeinsam gegessen, Poker und Tischtennis gespielt. 

Das hat viel Spass gemacht und das Essen war auch lecker. 

 

es berichtete Gaetano

 

Tag 12: Endspurt


Heute war der erste Tag, den wir komplett in der Schule verbrachten. Unser Aufenthalt nähert sich dem Ende .... Endspurt!

Der Tag beginnt mit der letzten Russischstunde bei Ludmilla. Wir lernen das russische Märchen "Repka" = Rübchen kennen. 

Danach gings für die deutschen Schüler zur Probe. Unser sicher geglaubter Casachock holperte etwas im Gegensatz zu Viva. Komisch - in Deutschland war es immer andersrum. 

Auch heute hatten wieder eine Meisterklasse zum Thema Zeitungsberichte. Danach ging es zum Volleyballspielen! Die Sporhalle liegt hier im vierten Stock. In zwei gemischten Mannschaften spielten wir Volleyball. Die niedrige Deckenhöhe war eine ganz neue ungewohnte Schwierigkeit. Der Sportlehrer hatte sichtlich seinen Spaß mit unseren Volleyballkünsten. Er war aber so nett und zog immer das Netz herunter. dass unsere Bälle es auch über das Netz ins andere Spielfeld schafften. Linien gab es nicht, das machte die Sache einfach. Alles in allem war es sehr lustig!

Jedem hat es sehr viel Spaß gemacht und alle waren begeistert. 

Abends gingen manche von uns noch zum Strikeballspielen ohne die Lehrer. 

Morgen wird der letzte Tag in der Schule sein, unser Auftritt steht an und wir sehen die Ergebnisse aus dem Projekt. 

Also Daumen drücken, dass alles klappt. 

 

es berichtete Natasha