20 Jahre RNR - Lyceum 130:
Wir feiern in Jekaterinburg!


Tag 1: Von Stuttgart nach Moskau

Um 9:30 Uhr ging es endlich los. Als endlich alle da waren, ging es vom Check in direkt zur Sicherheitskontrolle – die Nervosität stieg immer mehr. Um 12:05 Uhr startete das Flugzeug, es wackelte sehr und wir waren froh, als wir die Wolkendecke durchbrochen hatten. Die Zeit haben wir uns durch Musikhören vertrieben. Um 17.30 Uhr sind wir dann endlich in Moskau auf dem Flughafen Scheremetjewo gelandet. Aber es dauerte noch sehr lange bis wir endlich unser Gepäck holen konnten – die Passkontrolle hat uns ausgebremst. Unsere russischen Lehrerinnen, Tatjana und Alla, haben uns sehr herzlich empfangen. Wir waren schon sehr auf unser Hotel gespannt, mussten uns aber noch in Geduld üben: für die 30 km Entfernung haben wir aufgrund der täglichen Staus in Moskau über 1 Stunde benötigt. Während der Fahrt zum Hotel wurde uns einiges Wissenswertes über die Stadt Moskau erzählt. Die Stadtführerin berichtete  uns beispielsweise, warum die Stadt so prächtig mit bunten Lichtern geschmückt ist: das liegt an dem Internationalen Frauentag, der am 8. Mai gefeiert wurde. Uns wurde auch erzählt, dass viele Menschen mit der Metro fahren, weil sie mit dem Auto niemals pünktlich sein können. Endlich im Hotel angekommen, bezogen wir unsere Zimmer, die sehr unerwartet gestaltet sind: wir liegen hier unter Palmenbildern mitten im russischen Winter. 

Von Lea Hermann

Tag 2: 2474 Kalorien verbraucht

Heute haben wir mit dem Bus eine Rundfahrt durch Moskau gemacht. Zuerst besichtigten wir den neu angelegten Sarjadje–Park. Dieser besteht aus den vier verschiedenen Landschaftstypen Russlands: Wald, Tundra, Steppe und Feuchtwiese. Danach ging es zur Basilius-Kathedrale–Kathedrale am Roten Platz. Übrigens bedeutet rot im Russischen „schön“. Dann ging es mit dem Bus weiter zur Christi–Erlöser–Kathedrale. Im Inneren der Kathedrale ist die biblische Geschichte in Bildern dargestellt. Es ist ein sehr prachtvoller Bau. Weiter ging es mit dem Bus zu den Sperlingsbergen. Dort steht eine der sieben Stalin-Kathedralen, in der heute eine Universität mit 40 Fakultäten untergebracht ist. Zur Mittagszeit gingen wir auf den alten Arbat (arabisch: Vorort), um dort etwas zu bummeln und Mittag zu essen.

Ab jetzt ging alles zu Fuß. Zuerst liefen wir zum Kreml. Da gibt es viele sehr interessante Gebäude: so zum Beispiel das erste und älteste Theater Moskaus, außerdem steht hier auch das Senatsgebäude, von dem aus Putin regiert. Auch die riesige Zarenglocke und die großen Kanonen haben uns  sehr beeindruckt. Jetzt waren wir bereits sehr durchgefroren und freuten uns, dass wir in die Maria Himmelfahrt Kathedrale und die Kathedrale des Erzengels Michaels durften. Nach der Besichtigung des Kremls ging es weiter in eines der größten, ältesten und teuersten Einkaufszentren der Welt: das Gum. Wir schlendern durch das wunderbare Ambiente und stärkten uns mit einem Abendessen und dem berühmten Eis, das es schon zu Sowjetzeiten gab. Mit letzter Kraft liefen wir in einen Supermarkt und kauften dort für die transsibirische Eisenbahn ein. Wie man sich vielleicht denken kann, viel Unnötiges und natürlich süßes Zeug. Am Ende des Tages sind wir 20 km gelaufen.

Von Maren Dlapal

Tag 3: Auf den Spuren der Kosmonauten

Nach dem Frühstück stand heute Packen auf dem Programm, da wir heute von Moskau nach Jekaterinburg weiterreisten. Um 11 Uhr machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zum Kosmonautikmuseum. Auf der Fahrt zum Museum haben wir Informationen zur Transsibirischen Eisenbahn bekommen: Nach Jekaterinburg werden wir 28 Stunden fahren und eine Entfernung von 1700 km zurücklegen. Bis nach Wladiwostok (letzte Station in Russland) würde man für die Entfernung von über  9000 km ca. 6 Tage benötigen. Ausserdem hat unsere Stadtführerin Elena uns erzählt, dass Jekaterinburg 4 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland hat.

Vor dem Museumsbesuch kamen wir auch noch in den Genuss der berühmten Moskauer Metro. Wir haben eine der schönsten Metrostationen besichtigt und erfahren, dass alle 50 Sekunden eine Bahnfährt und man somit nie warten muss.

Im Museum erhielten wir eine interessante Führung. Wir haben erfahren, dass die ersten Lebewesen im Weltall, die auch wieder heil auf die Erde zurück kamen, die beiden Hunde Belka und Strelka waren. Sie wurden mit der ersten Generation Weltallkapseln, namens Sputnik, transportiert. Außerdem sahen wir uns einen spannenden Kurzfilm über die ISS an. Hierbei wurden unsere Englischkenntnisse sehr auf die Probe gestellt.

Nachdem wir unser Mittagessen im Kosmonautikmuseum eingenommen hatten, ging es weiter zum schönen  Kasaner Hauptbahnhof. Ich war sehr darauf gespannt, wie die Kabinen in der Transib aussehen. Es dauerte etwas, bis in den kleinen Kabinen alles seinen Platz gefunden hatte - dann wurde es aber sehr gemütlich. Um 19 Uhr gab es dann sogar ein warmes Abendessen, Da es in der Transib kein WLAN gab, haben wir uns noch bis spät in die Nacht unterhalten und Musik gehört.

Von Lorena Maier


Tag 4: Leben in der Transib

Die Nacht war sehr unruhig, da es sehr gerüttelt hat und wir auch sehr lange geredet haben. Gegen 8:00 Uhr sind wir alle miteinander aufgestanden und  haben erst mal unsere Box angemacht, was wir ja eigentlich nicht durften. Es galt also auf der Hut zu sein. Auf dem Frühstücksplan standen unsere 5 Minuten Terrinen. Wir hatten die Auswahl zwischen Suppe, Spaghetti Bolognese und Gulasch. Auf dieser langen Fahrt bekamen wir dann noch ein Aufgabe: Wir sollten Freundschaftstexte schreiben, da Freundschaft diesmal unser großes Thema ist und wir unsere 20jährige Freundschaft in Jekaterinburg feiern.

Auf der Fahrt hatten wir viel Spaß und irgendwann haben wir uns alle in eine Kabine gezwängt. Doch bereits kurze Zeit später kam aus der Lehrerkabine dieses Nerv tötende Wort: Fototime! Uns regt das zwar immer sehr auf, aber dadurch entstehen viele lustige Bilder.

An der letzten Haltestelle vor Jekaterinburg hatten wir 30 Minuten Aufenthalt. Wir sind ausgestiegen, um die Landschaft zu sehen, ein paar Fotos zu machen und etwas frische Luft zu schnappen.

Nach diesem Stopp mussten wir unsere Kabinen aufräumen. Wir hatten nur ein Problem: wir mussten unsere 1 Kilo Packung Zucker loswerden, weil wir eine Wette mit Frau BW hatten. Wir haben versucht ihn den anderen anzudrehen - ohne Erfolg.

Gegen 20 Uhr kamen wir dann in Jekaterinburg an, wir alle wurden von unseren Gastfamilien sehr herzlich empfangen. Meine Austauschpartnerin Sascha hat mich mit ihrer Mutter abgeholt. Was für ein tolles Wiedersehen. Man hat die Menschen vermisst, mit denen man eigentlich nur 2 Wochen bisher persönlichen Kontakt hatte. Zuhause angekommen, habe ich erstmal ein Abendessen bekommen. Welch eine Erleichterung, endlich leckeres Essen. Später am Abend kam die beste Freundin von Sascha, mit ihr haben wir geredet, gelacht und nochmals gegessen.  Ich habe schließlich die Gastgeschenke ausgeteilt und kam mir vor wie der Weihnachtsmann. 

Von Filip Zivkovic


Tag 5: Jekaterinburg - eine beeindruckende Stadt

Heute haben wir uns zum ersten Mal in der Schule getroffen. Dort gab es einen feierlichen Empfang mit der Schulleiterin Frau Artemjewa und dem deutschen Konsul Herrn Neudörfer, der extra anlässlich unseres 20jährigen Jubiläums gekommen ist. Herr Neudörfer kommt ursprünglich aus Waiblingen und ist bereits seit 3 Jahren in Jekaterinburg. Danach gab es eine interessante Schulführung durch das große Lyceum 130 und dann eine Vorstellungsrunde. Um 11 Uhr hat uns ein Bus abgeholt und wir sind direkt zur eurasischen Grenze gefahren, die nur 20 Minuten entfernt liegt. Dort war es echt schön und lustig, da man mit einem Bein in Europa und dem anderen in Asien stehen konnte. Natürlich war auch mal wieder Fototime. Danach machten wir uns wieder auf den Weg nach Jekaterinburg, während der ganzen Fahrt wurden uns viele interessante Dinge erzählt. Hier ein paar Beispiele: Russland hat eine Fläche von 17,2 Millionen Quadratkilometern. Deutschland passt somit ca. 47 mal in Russland! Jekaterinburg ist mt 1,5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt von Russland - allerdings in ihrer Bedeutung nach Moskau und St. Petersburg die 3. Hauptstadt. Deutschland hat 16 Bundesländer und Russland 85 Föderationen.

Besonders beeindruckt hat viele von uns auch die Besichtigung der  Blutskathedrale. Sie steht an dem Ort, wo die letzte Zarenfamilie Russlands ermordet wurde.  Beendet wurde die Stadtführung an einer Allee, deren Bäume anlässlich des 10jährigen Austauschjubiläums gepflanzt wurden.
Hiermit war das offizielle Programm beendet und wir fuhren mit dem Bus ins Stadtzentrum. Wir bummelten durch eine große Einkaufsstraße ähnlich der Königsstraße in Stuttgart. Anschließend sind wir in ein sehr gruseliges Horrorlabyrinth gegangen.
Von Daniel Otto

Tag 6: Was war los am Wochenende?

Überraschend war ich heute mit meiner Gastfamilie auf einer Hochzeit. Zuerst war es für mich blöd, da ich kein schönes Kleid und auch keine geeigneten Schuhe dabei hatte. Doch, Alex‘ Mutter hatte ein sehr schönes Kleid und sogar passende Schuhe für mich, das fand ich richtig süß. Doch Hochzeit fand nur standesamtlich statt, so dass nur 16 Gäste da waren. Das große Fest wird im Sommer stattfinden. Gefeiert wurde anschließend in einem Hotel, dort fanden dann lustige Spiele mit dem Brautpaar statt.

Natürlich gab es auch viel und Leckeres zu essen. Besonders nett fand ich, dass sich der Patenonkel von Alex sehr für mich interessiert hat und mit mir gesprochen hat. Das war sehr lustig. Spät abends haben wir zuhause dann noch einen Actionfilm über Astronauten geschaut. Natürlich habe ich nichts verstanden, dafür gab es aber glücklicherweise einen englischen Untertitel. Das war ein sehr schöner Tag.
Hier noch ein kleiner Einblick in den Tag von Lorena und Lea T.:
Lorena ging heute Schlittschuhlaufen und Bowlen. Abends ging es noch auf den höchsten Turm von Jekaterinburg, den Visotskyturm. Dazu mussten sie ins 53. Stockwerk fahren und sie hatten einen grandiosen Blick auf Jekaterinburg. Lea war im Zirkus und war sehr begeistert.
Von Viktoria Kipritsis

Tag 7: Cooler Tag in den Gastfamilien

Heute am Tag vier in Jekaterinburg sind Maxim, Darius,  Nikita, Lucy, Mascha, Sascha, Filip, Desi, Yura und ich ins Schwimmbad gegangen, das circa eine Stunde von Jekaterinburg entfernt liegt. Dort hatten wir sehr viel Spaß. Das Schwimmen hat uns sehr hungrig gemacht. Danach sind wir in ein Restaurant, um uns wieder zu stärken.  Am Nachmittag ging es für uns nochmal in die Innenstadt.

Außerdem gingen noch einige von uns ins Filmhaus und manche machten eine Fahrt mit dem Schneemobil, denn das Wetter war sehr dafür geeignet. Es schneite den ganzen Tag. Für alle war es ein toller Tag. 

Außerdem kam heute Frau Bayer an, Frau Merkle musste leider wieder zurück nach Deutschland reisen und wir waren alle froh, dass wir noch hierbleiben konnten. Für Frau Bayer gab es dann eine kleine private Stadtführung von Frau B-W durch das verschneite Jekaterinburg.  

Von Sebastian Kuhnle

Tag 8: - 16 Grad - ein kleiner Einblick in den russischen Winter

Der heutige Tag fing mit eisigen -16° an und wir trafen uns um 8 Uhr in der Schule. Als erstes stand ein Einblick in den russischen Schulalltag auf dem Programm und wir gingen zusammen mit unseren Austauschpartnern in den Unterricht. Danach trafen wir deutschen Schüler uns zu einer ersten Feedbackrunde und tauschten uns über unser Befinden und  über unsere Wochenenderlebnisse aus. Außerdem wählten wir den besten Text unserer Freundschaftstexte aus, die wir in der Transsibirischen Eisenbahn geschrieben hatten. Die Mehrheit entschied sich für Marens Text. Sie wird ihn an der Jubiläumsveranstaltung vorlesen.

Parallel dazu arbeiteten die russischen Schüler an der Vorbereitung der Ausstellung anlässlich unseres Jubiläums.  Wir unterstützten  sie anschließend dabei. Nach einer kleinen Gesangsprobe ging es für alle zu einer ersten Tanzprobe - wir lernten eine traditionellen Tanz: eine Polka aus Samara.
Essen gab es heute in der Mensa: einen kleinen Salat und Kartoffeln mit einem Hühnchenspieß.
Um 13 Uhr stand schon die Besichtigung der Universität auf dem Programm. In der Uni wurde sehr viel Wert darauf gelegt, dass wir wissen, dass ihnen die Verbindung mit dem Lyceum 130 sehr wichtig ist. Viele, die heute in der  Universität arbeiten, waren selbst einmal Schüler des Lyceums. So auch der heutige Konrektor, der uns begrüßte sowie die Beauftragte für internationale Beziehungen, die selbst schon an unserem Austausch teilgenommen hat. Sogar unser Präsident Frank Walter Steinmeier und unsere Kanzlerin Angela Merkel waren hier schon zu Gast. Außerdem bekamen wir eine kleine Führung durch das Geschichtsmuseum der Uni. 
Nach so viel Theorie wurden wir - besser gesagt die Jungs - noch einmal aktiv. Sehr zur Freude von uns Mädels, wir feuerten sie an und machten ein paar lustige Schnappschüsse. 
Abend trafen sich einige von uns nochmal zum Shoppen in dem größten Einkaufszentrum von Jekaterinburg. 
Es war ein sehr schöner aber kalter Tag, ich freue mich schon auf morgen.
Von Desideria Zenoni

Special 1: Essen in Russland

Bericht folgt

Special 2: Wohnen in Russland


Tag 9: Unser erster Auftritt im Kindergarten

Heute morgen, als wir uns alle im Musiksaal zusammengefunden hatten, wurden wir von zwei jungen Damen begrüßt, die von einem Theater kamen. Das Besondere an der Theaterarbeit ist, dass Sprache nicht unbedingt die erste Rolle spielt, sondern es vor allem auf Beobachtung und Körpersprache ankommt. Hier ein kleiner Einblick in die Partnerübungen, die wir gemacht haben: 
-zwei Partner spiegeln alles, was sie tun
-Bildhauer und Lehm, dabei formt ein Schüler den anderen nach seinen Vorstellungen zu einer Skulptur. Das hat mir persönlich am meisten Spaß gemacht.
Besonders witzig fand ich auch die Aktion des spontanen Tanzens.
Danach folgte eine Singprobe, da wir heute im Kindergarten unseren ersten Auftritt hatten. Die Kinder des Kindergartens hatten extra für uns eine kleine Show vorbereitet, die ziemlich gut war. Unserem Gesang applaudierten sie auch stark. Eine Schülergruppe des Lyceums führte sogar noch ein kleines Kasperletheater auf. Als Dankeschön schenkten uns die Kinder noch selbstgebastelten Vögelchen. 
Zurück in der Schule probten wir nochmal unseren Tanz sowie unser gemeinsames Lied für unsere Jubiläumsfeier.
Von Samuel Hurst


Tag 10: Die letzten Vorbereitungen

Heute sind wir um 8.15 Uhr in die Schule gefahren und haben uns in Raum 3 getroffen. Das ist Tatjanas Lehrerraum und hier treffen wir uns immer.

Als dann alle da waren, sind wir die vielen ungleich hohen und teilweise sehr kaputten Steintreppen in die Aula hoch gelaufen. Neben der Aula ist die Sporthalle im 5. Stock - die armen Schueler!!!

Dort haben wir nochmal die Aufstellung und das Ende unseres russischen Tanzes namens Samara geprobt. Das hat grossen Spass gemacht, auch wenn es noch nicht perfekt geklappt hat. Mal sehen, wie es morgen klappt.

Danach haben wir eine kleine Verschnaufpause gemacht, in der wir uns gestaerkt und entspannt haben, damit wir fuer die anschliessende Gesangsprobe wieder zu Kraeften kamen.

Dann haben wir alle unsere vorbereiteten Lieder gesungen und den Auf- und Abgang von der Buehne erneut geuebt.

Zum Mittagessen gab es heute Kartoffelbrei mit Fleisch, das war bisher das leckerste Essen von allen. Am Nachmittag stand eine Fuehrung hinter den Kulissen in dem sogenannten Jugendtheater auf dem Programm.

Dessen Leiterin ist Frau Umnikova, die ehemalige Rektorin des Lyceums 130.

Das Besondere an dem Theater ist, dass sie Theaterstuecke fuer alle Altersklassen haben und es dort nie langweilig wird. 

Das Theater ist sehr schoen und auch modern eingerichtet. Der absolute Hoehepunkt der Fuehrung waren die Kostueme und Requisiten, die wir sogar anprobieren durften. Das war sehr lustig und wir haben beim Fotografieren viel gelacht.

Der kroenende Abschluss des Besuchs war die beeindruckende grosse Buehne, auf die wir sogar gehen durften, obwohl gerade Generalprobe fuer das Stueck der Kirschgarten von Tschechov war.

Am spaeteren Nachmittag sind einige von uns noch schwimmen gegangen. Dort hatten wir trotz Kaelte sehr viel Spass zusammen.

Fuer die Lehrer ging es heute Abend ins Ballett.

Von Mascha Moedinger


Tag 11: Unser großer Jubiläumstag!

Heute ist unser großer Tag. Wir begannen gleich mit der Generalprobe und schafften es gerade so, bis um 12 Uhr die Gäste kamen. Es waren viele wichtige Persönlichkeiten von Jekaterinburg darunter. So zum Beispiel der Kultur- und Wirtschaftsattaché des deutschen Konsulats Sebastian Reinhold und ein Vertreter der Stadt Jekaterinburg, sowie ein Vertreter der Universität und natürlich die Rektorin des Lyceums Frau Artemjewa. Alle waren sehr aufgeregt, dass alles gut klappt. Viele Lehrer, die in der Vergangenheit oder jetzt den Austausch unterstützen und natürlich Eltern und Schüler des Lyceums 130 nahmen auch an dem Festakt teil.

Lea T. und ihre Austauschpartnerin Sasha haben die Jubiläumsveranstaltung moderiert. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch verschiedene musikalische Beiträge. Eine russische Tanzgruppe aus dem Lyceum trat auf, sowie ein Sänger und auch Sascha aus unserer Austauschgruppe. Sie spielte ein Stück von Bach auf dem Klavier vor.

Frau BW und Frau Bayer überreichten unser Jubiläumsgeschenk. Es ist ein Bild der Freundschaftsskulptur, die wir im Sommer in Weinstadt gemacht haben.

Lustig war, dass auch Herr Schultheiß irgendwie anwesend war, denn er schickte eine Videobotschaft, die eingespielt wurde. Nach den vielen Reden, die sich etwas hinzogen, da ja alles immer übersetzt werden musste, gab es einen Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre  - das war interessant. Dazwischen hatten auch wir unseren Auftritt. Es ging mit dem Tanz los und wir gaben unser Bestes, auch wenn der Anfang nicht ganz geklappt hat.  Unsere zwei Lieder, die wir mit Frau Büttner an vielen Donnerstagnachmittagen eingeübt hatten, kamen nun  auch zum Einsatz. Zuerst sangen wir "Sascha geizte mit den Worten" und waren froh, dass es ganz gut geklappt hat. Dann kam unser Freundschaftslied "Marmor, Stein und Eisen bricht".  Vor lauter Aufregung hat Frau BW das Vorspiel von Filip auf der Gitarre vergessen - wir haben aber super eingesetzt und alles gut hinbekommen. Als Krönung haben dann Nikita und Maren ihre Freundschaftstexte vorgelesen. Aus den Texten, die wir zum Thema Freundschaft geschrieben haben, wird noch ein Freundschaftsbuch hergestellt. Nach einem kurzen Film, der uns nochmal die ganzen 20 Jahre der deutsch-russischen Freundschaft zwischen der Reinhold-Nägele-Realschule und dem Lyceum 130 gezeigt hat, kam unser gemeinsames Schlusslied "Heute hier, morgen dort". Dann war die Veranstaltung, auf die wir so lange hingearbeitet hatten auch schon vorbei und wir durften zu dem Buffet, das die Eltern im Raum von Alla aufgebaut hatten. Es gab wunderbare russische Spezialitäten und eine Jubiläumstorte, die der Vertreter der Universität uns geschenkt hatte. Wir stärkten uns kräftig - es war inzwischen ja schon 14 Uhr. Jetzt unterschrieben noch alle auf den Jubiläumstshirts und wir konnten uns nur schwer voneinander trennen. Aber es mussten noch die Geschenke unter uns Schülern verteilt werden, die wir für alle möglichen Personen mit nach Hause nehmen mussten. Wir übergaben auch noch unsere letzten Dankesgeschenke, so auch dem Pförtner, der uns hier jeden Morgen als erstes begrüßt und das Drehkreuz für uns aufgemacht hat.

Außerdem wollte mein Austauschpartner noch in den Mathematikunterricht, da bin ich dann mit, obwohl ich natürlich nichts verstanden haben. 

Anschließend gings dann noch zum Schlittschuhlaufen - das ist hier aber keine Halle, sondern unter freiem Himmel. Es hat Spaß gemacht, war aber sehr kalt.

von Thomas Rebmann


Tag 12: Heute hier, morgen dort

Um 4 Uhr  in der Nacht ging unser Tag los, denn heute war die Abreise. Unser Treffpunkt war schon um 5 Uhr am Flughafen in Jekaterinburg. Unsere Gastfamilien brachten uns zum Flughafen und nachdem wir unser Gepäck abgegeben hatten- glücklicherweise hatte kein Koffer Übergewicht -  haben sich alle deutschen Schüler von allen russischen Austauschpartnern verabschiedet. Wir waren alle sehr traurig.

 

Nach dem Sicherheitscheck hatten wir ungefähr eine halbe Stunde Zeit, bevor das Boarding für unsere Maschine begann. In der Maschine gab es noch eine kurze Aufregung, da einige von uns ihren Sitzplatz getauscht hatten, so dass Maren plötzlich keinen Sitzplatz hatte. Die Maschine war ausgebucht, es fand sich aber noch ein Platz und so saß sie schießlich neben Frau Bayer. Der Start verzögerte sich dann noch um 30 Minuten, da das Flugzeug erst enteist werden musste. Denn es war sehr kalt in Jekaterinburg. Durch die Zeitverschiebung waren unsere Flugzeiten etwas verwirrend und so mussten wir in Moskau relativ zügig zum nächsten Flug, denn unser Bording war schon um 8.50 Uhr Moskauer Zeit. Da wir aber nochmal durch den Sicherheitscheck mussten, wurde es schießlich fast knapp und wir konnten unsere letzten Rubel leider nicht mehr ausgeben. Mit dem Bus ging es dann weiter zu unserem Flugzeug nach Stuttgart. Der Flug nach Stuttgart ging dann schneller als geplant und wir brauchten nur 2 Stunden 50 Minuten. Und so waren wir bereits um 10.45 Uhr deutscher Zeit wieder in Stuttgart. Hier warteten dann viele Eltern schon gespannt auf uns und freuten sich uns wieder in die Arme schließen zu können.

Der Russlandaustausch war im Großen und Ganzen ein schönes und unvergessliches Erlebnis für uns alle. Wir alle werden diese wunderschöne Zeit nicht so schnell vergessen und unsere Gastfamilie auch nicht.

von Lea Trinnes